Geschichte

Die erste Orgel in Waldkirchen wurde 1769 erwähnt, aber 1782 brannte der Markt ab, ebenso die Kirche und deren Orgel. Im selben Jahr baute man eine neue Orgel, aber alle Quellen berichten von einem minderwertigen Zustand.
Über das nächste Instrument sind keine Details bekannt, aber Michael Weise von Plattling baute es 1919 um. Diese Orgel besaß 33 Manual- und 7 Pedalregister und verfügte über mehrere Spielhilfen. Der Klang wurde als kraftvoll und farbig gelobt.
Ein neues Gutachten 16 Jahre später stellte der Orgel ein schlechtes Zeugnis aus und die Pfarrgemeinde unterzeichnete einen neuen Orgelbauvertrag mit Becker und Hiendl in Passau. Die neue Orgel enthielt 26 Manual- und 5 Pedalregister und eine Sammlung brachte 150 kg Blei für die Pfeifen.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Stadtzentrum niedergebrannt und auch diese Orgel fiel dem Brand zum Opfer. Nur wenige Jahre später baute man die Kirche wieder auf und sie erhielt bereits 1949 eine Chororgel von Steinmeyer (Oettingen) und 1951 eine Hauptorgel von Eisenbarth (Passau). Es bestand die Möglichkeit, die Chor- mit der Hauptorgel zu koppeln, was einen satten und raumfüllenden Klang erzeugte. Die pneumatische Traktur konnte nicht über Jahrhunderte überdauern und so reiften Pläne für eine neue Orgel.
Die neue Orgel, wieder von Eisenbarth gebaut, wurde 2007 eingeweiht. Man verwendete viele Register aus dem Vorgängerinstrument und intonierte sie neu. Die Chororgel von 1949 wurde restauriert und ist vom 4. Manual der Hauptorgel spielbar. Die Anlage ermöglicht auch das Spiel des Schwellwerks der Hauptorgel vom zweiten Manual der Chororgel.
Das Konzept der Orgel ist vielseitig, legt aber einen deutlichen Akzent auf die französische Romantik. So enthält sie einen vollständigen Zungenchor im Schwellwerk und viele farbige Grundregister in allen Werken.
Wir danken dem Orgelbauer Eisenbarth und dem Organisten Max Pöschl für ihre großartige Unterstützung beim Sampling der Orgel.